22 Jan
Das Wort Kolostrum stammt vom lateinischen Begriff “colostrum” (Biestmilch) ab. Weitere Namen für das Kolostrum sind Kolostralmilch, Vormilch und Erstmilch. Der Begriff Biestmilch wird bei Kühen verwendet. Kolostrum ist der medizinische Begriff für die Vormilch, die von der weiblichen Milchdrüse erzeugt wird. Diese Erstmilch für Säugetiere dient der Ernährung und der Stärkung von Neugeborenen. Das Kolostrum setzt sich aus Enzymen, Vitaminen, Proteinen, Aminosäuren, Wachstumsfaktoren und Antikörpern zusammen.
Vormilch (Mensch)
Nach der Geburt ist der Körper Mutter nicht sofort in der Lage, reife Muttermilch zu produzieren. Deshalb stellt der Körper die Vormilch (Vorstadium der Muttermilch) her. Diese Vormilch wird teilweise auch schon während der Schwangerschaft von den Brustdrüsen abgesondert. Der Unterschied zur reifen Muttermilch liegt unter anderem im Eiweißgehalt. Bei der Vormilch ist dieser viel höher. Die Vormilch ist dickflüssig und hat eine etwas gelbliche Farbgebung. Die Vormilch ernährt das Neugeborene etwa für fünf Tage. Anschließend ist der Körper der Mutter in der Lage die reife Muttermilch zu produzieren.
Biestmilch (Kuh)
Bei Kühen wird das Kolostrum auch als Biestmilch bezeichnet. Auch bei den Kälbern stärkt das Kolostrum das Abwehrsystem.
Gesundheit/Medizin
Um offene Hautstellen und Abschürfungen zu heilen oder Allergien zu lindern, verwendet man oftmals Kolostrum. Es handelt sich hierbei um ein Puder, das mit Wasser (steril oder salzhaltig) vermischt und zu einer Paste verrührt wird. Anschließend wird die Paste mehrmals täglich auf die Wunde aufgetragen.
Lebensmittel
Des Weiteren ist es möglich, Kolostrum als Grundstoff für Brot oder Käse zu verwenden. In Finnland beispielsweise ist Käse aus Biestmilch (Leipäjuusto) sehr beliebt und fast überall erhältlich.
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